Schokokuchen mit Zartbitter-Ganache und frischen Brombeeren

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Wir haben getestet, getüftelt und probiert. Unzählige Rezepte und Zutatenzusammenstellungen später steht er nun vor uns: Der beste Schokokuchen, den wir jemals gegessen haben. Und nein, das sagen wir nicht nur, weil wir ihn selbst gebacken haben (höhö).

Dieser Kuchen trägt das Prädikat "schokoladig" mit Würde und Stolz - und absolut zu Recht, wenn ihr uns fragt. Und ja, mit all den feinen Brombeeren, die er auf sich geladen hat, ist er auch noch so schön gesund. Paha, nein, das ist er nicht. Wirklich nicht. Aber wisst ihr was? Genau das ist uns ziemlich egal.

Wenn wir in den vergangenen Jahren eines über unseren Körper gelernt haben, dann ist es, dass er sich schon holt, was er braucht. Natürlich essen wir nicht jeden Tag Unmengen an Süßigkeiten und Schokolade. Auch wenn man das vielleicht denken könnte, wenn man sich so durch unseren Blog scrollt.

Sich ab und an ein Stück Torte oder Schokokuchen zu gönnen, hat für uns vielmehr mit Genuss zu tun. Und Lebensfreude. Und Wohlbefinden.

Statt beim Essen auf Verzicht zu setzen, setzen wir lieber auf bewusste Ernährung. Das heißt: Uns ist es wichtig zu wissen, was in unserem Essen steckt, woher es kommt und wie es verarbeitet wurde. Natürlich backen wir auch mal Low Carb oder mit weniger Zucker. Wir probieren eben gerne Neues aus und lassen uns auch von "gesünderen" Varianten eines Kuchens gerne überraschen.

Heute aber, da gibt's ne ordentliche Portion Schoki. Ganz bewusst und ohne schlechtes Gewissen. Und die Bikinifigur? Who cares!

Nach einem guten Rezept für super saftigen Schokokuchen mussten wir übrigens eine gute Zeit lang suchen. Wir haben mehrere Varianten ausprobiert, so wirklich überzeugt hat uns lange Zeit aber nichts. Fündig wurden schließlich bei Yotam Ottolenghi, Helen Goh und ihrem wunderbaren Buch "Sweet". Darin findet ihr nicht nur feine Schokokuchen-Rezepte sondern auch jede Menge anderen Süßkram, der herrlich schmeckt.

Für unseren Schokokuchen mit Ganache und Brombeeren haben wir Ottolenghis und Gohs Rezept nach unseren Wünschen abgewandelt. Die Zucker- und Buttermenge wurde ein wenig reduziert, dafür verfeinerten wir den Kuchen mit frischen Beeren. Denn Schokolade und Beeren sind für uns noch immer eine unschlagbare Kombination.

Im Herbst oder Winter, wenn es keine frischen Früchte mehr zu kaufen gibt, schmeckt der Kuchen aber auch ohne Frucht. Wer auf Schokoganache als Überzug verzichten möchte, kann stattdessen Kakaopulver darüber sieben. Oder aber ihr genießt den Kuchen mit einer Portion Sahne.

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Schokokuchen mit zartbitter-Ganache und Brombeeren

Ergibt einen Kuchen mit 18 cm Durchmesser:

Für den Schokokuchen:
200 g weiche Butter, in etwa 2 cm große Stücke geschnitten
200 g Schokolade mit 70 % Kakaoanteil, grob gehackt
1 1/2 TL löslicher Kaffee (Kaffeegranulat)
180 g Zucker
2 Eier, Größe L, verquirlt
240 g Mehl (Typ 405)
3 gestrichene TL Backpulver
30 g Kakaopulver
1 Prise Salz

Für die Ganache:
200 g Schokolade mit 70 % Kakaoanteil, in feine Stücke gehackt
200 ml Sahne
1 EL Honig
1 EL weiche Butter

Für die Ganache:
250 g frische Brombeeren oder andere Beeren nach Wahl

Den Backofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Boden einer runden Backformen mit Backpapier auslegen und die Ränder fetten. Wir haben den Kuchen in einer Form mit 18 cm Druchmesser gebacken. Die Masse reicht aber genauso für eine Form mit 23 cm Durchmesser.

Die Butter zusammen mit der Schokolade in einer hitzebeständigen Schüssel über dem Wasserbad schmelzen. Das Wasser sollte dabei nicht kochen. Das Kaffeegranulat in 350 ml heißem Wasser auflösen. Den Kaffee zur geschmolzenen Schoko-Butter-Masse geben und so lange verrühren, bis alles verbunden und glatt ist. Zucker dazugeben und weiterrühren, bis er sich aufgelöst hat. Eier dazugeben und zu einer glatten Masse vermengen.

Mehl, Backpulver und Kakopulver vermengen und über die Schokomasse sieben. Mit dem Teigschaber gerade so lange unter die Masse ziehen, bis alles gut vermengt ist und keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Auch nach Zugabe des Mehls ist der Teig sehr flüssig. Keine Angst, das soll so sein!

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für etwa 60 Minuten im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene backen. Per Stäbchenprobe testen, ob er gar ist. Wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleibt, den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwa 30 Minuten auskühlen lassen. Aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Solange der Kuchen backt, die Ganache zubereiten. Dazu die Sahne mit dem Honig in einem kleinen Topf erhitzen, bis sich kleine Bläschen bilden (nicht zum Kochen bringen). Die kleingehackte Schokolade in eine hitzebeständige Schüssel geben. Die heiße Sahne darüber gießen und kurz stehen lassen. Butter in Stücken dazugeben und mit einem Kochlöffel zu einer glatten, glänzenden Masse vermengen. Die Oberfläche mit einem Stück Klarsichtfolie abdecken und so lange abkühlen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Streichfähig ist die Ganache nach etwa zwei Stunden bei Zimmertemperatur. Den Kuchen damit bestreichen und mit Brombeeren (oder anderen frischen Beeren) verzieren.

Unser Tipp: Die Ganache hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Wem die Masse zu viel ist, um sie auf dem Kuchen zu verstreichen, kann sie gut und gerne aufbewahren.

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So ihr lieben Schokoschnuten, wir verabschieden uns nun in den Sonntag.

Habt es schön,
Eure Madeleine & Euer Flo.