Joghurt-Panna-Cotta mit frischen Mirabellen

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Einatmen, ausatmen, entspannen, leben.

Flo und ich sind dann mal weg. Während ihr diese Zeilen hier lest, legen wir eine kleine Pause ein. Vom Alltag und von der Arbeit. Vom Gedankenwälzen und vom Grübeln. In den Bergen wollen wir entspannen, zu uns finden, Freiheit spüren. Uns den Wind um die Nasen pfeifen lassen und frühmorgens die Sonne am Horizont aufsteigen sehen. Bei Sennern die größten Jausenplatten bestellen und unsere plattgelatschten Füße abends in dicke Wollsocken stecken.

Läuft alles nach Plan, dann sind wir in diesen Tagen auf dem Salzburger Almenweg unterwegs. Den Rucksack packen und loslaufen, so weit die Füße tragen, war schon lange ein Wunsch von Flo und mir, den wir nun endlich in die Tat umsetzen wollten. Was wir uns davon erhoffen? Entschleunigung, Gedankenentrümpelung, Zeit für uns beide und für uns selbst. Ob eine Rucksacktour mit Almenübernachtungen dafür der richtige Weg für uns ist? Das werden wir sehen. Kurz vor der Abreise sind wir jedenfalls ziemlich nervös, voller Vorfreude und gleichzeitig gespannt, was uns erwartet.

Joghurt-Panna-Cotta im Glas: Unser herbstlicher Reiseproviant

Bevor wir abgedampft sind, haben wir für euch noch ein kleines Goodieback geschnürt. Ein herbstlicher Reiseproviant, der sich vielleicht nicht unbedingt für die nächste Bergtour eignet, für das Picknick am See dafür umso besser. Weil die kalte Jahreszeit nur so auf uns zueilt, saugen wir die letzten warmen Tage förmlich in uns auf. Am Abend bereiten wir uns Joghurt-Panna-Cotta vor, die wir am nächsten Tag mit frischen Mirabellen bedecken. Kaum eine andere Frucht schmeckt für uns so sommerlich und läutet doch gleichzeitig mit voller Power den Herbst ein. Die kleinen Pflaumen - auch als gelbe Zwetschgen bekannt - schmecken fruchtig-süß und haben hierzulande zwischen Juli und September Saison. Weil sie sich die Kerne gut vom Fruchtfleich lösen, sind sie einfach zu verarbeiten. Ihr wollt wissen, wie ihr Pflaumen wie die Mirabelle richtig lagert und woran ihr frische Früchte erkennt? Dann lest unsere kleine Warenkunde zur Plaume.

Verwendet haben wir die Mirabelle als Topping für unser Panna Cotta, das wir mit griechischem Joghurt und Honig zubereitet haben. Ein Nachtisch, der nicht zu süß und nicht zu wuchtig ist - genau nach unserem Geschmack. Nach eurem auch? Dann ab zum Rezept!

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Joghurt-panna-cotta mit frischen Mirabellen

Ergibt ca. 5 Portionen

Für die Panna Cotta:
4 Blatt Gelatine
400 ml Milch
1/2 Vanilleschote
90 g Honig
400 g griechischer Joghurt

Für das Topping:
etwa 300 g Mirabellen (oder anderes Obst nach Wahl)
frische Minzblättchen

 

Zubereitung

Für das Panna Cotta die Gelatine etwa 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Vanilleschote weich massieren, längs einschneiden und das Mark mit dem Rücken eines Messers herauskratzen. Vanillemark mit der Milch in einem kleinen Topf kurz aufkochen. Honig so lange unterrühren, bis er sich aufgelöst hat. Topf vom Herd nehmen. Gelatine mit den Händen gut ausdrücken und unter die heiße Milch rühren. Masse etwas abkühlen lassen und anschließend den griechischen Joghurt unterrühren.

Joghurt-Milch-Masse in gleich großen Portionen in Dessertgläser oder flache Schälchen füllen. Je nach Größe eurer Gläser oder Schalen ergeben sich mehr oder weniger Portionen. Auskühlen lassen und mindestens vier Stunden (besser über Nacht) im Kühlschrank fest werden lassen.

Vor dem Servieren Mirabellen in kleine Stücke schneiden und auf der Panna Cotta verteilen. Jeweils mit einem Minzeblättchen garnieren - und loslöffeln!

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Wir wünschen euch noch einen wunderbaren Sonntag!

Habt es schön,
Eure Madeleine und Euer Flo.