Galette mit Birnen und Mandelcreme

Galette mit Birnen und Mandelcreme auf einem Tisch
 

Neues Jahr, neuer Job, neue Ziele.

Der erste Beitrag im Jahr 2019 - er ist ein ganz besonderer für mich. Denn zum ersten Mal schreibe ich diese Zeilen hier als Selbstständige. Seit Januar treibe ich mein eigenes kreatives Business voran - als Foodfotografin, freie Journalistin, Foodbloggerin. Ein großer Schritt, der sich nach vielen Monaten des Überlegens und Haderns so unfassbar gut anfühlt. Der Felsbrocken, der schon längere Zeit auf mir lastete, rollt. Er rollt! Endlich!

Um ehrlich zu sein, keimten in mir schon seit einigen Monaten die Zweifel, ob der Weg, den ich eingeschlagen hatte, für mich noch der richtige ist. Versteht mich nicht falsch: Ich mochte die Abwechslung und die vielen Facetten, die meine Arbeit als Journalistin mit sich brachte. Viele Menschen, die ich in den vergangenen Jahren interviewen konnte, inspirierten mich auf ihre ganz eigene Weise. Sie zeigten mir die unterschiedlichsten Lebensweisen auf, erzählten von ihren Schicksalsschlägen und besonderen Erlebnissen. Und wisst ihr was? Ich möchte keine einzige Geschichte davon missen. Denn sie alle trugen zu meiner Persönlichkeitsentwicklung bei. Sie machten mich offener, selbstbewusster, reifer. Und trotzdem fehlte da etwas.

Wie vermutlich jeder andere auch, erlebte ich Höhen und Tiefen in meinem Job. Es war nie alles schlecht - aber irgendwie auch nie alles gut. Und anstatt im Keim zu ersticken, wuchs das zarte Pflänzchen Zweifel über die Jahre zu einer ausgewachsenen Unzufriedenheit heran. Mit 30 hatte ich schließlich das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken. Ich wusste, dass ich eine neue Abzweigung nehmen musste - und mir war klar: Es kann nur EINEN Weg für mich geben. Raus aus der Festanstellung, rein in die Selbstständigkeit.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich bereits seit vielen Jahren von einer eigenen kleinen Agentur träume. Sein eigener Chef sein, die eigene Kreativität voll ausschöpfen, Neues ausprobieren und Ideen schnell in die Tat umsetzen zu können, waren schon immer Dinge, die mich daran reizten. Allerdings hielten mich die (zugegeben) nicht gerade wenigen negativen Seiten, die die Selbstständigkeit mit sich bringt, bis vor einigen Monaten davon ab, meinen Traum auch wirklich zu leben.

Ehrlich, ich beneide Menschen, die ins kalte Wasser springen und einfach mal machen. Ich selbst kann das nicht. So ganz ohne doppelten Boden und Auffangnetz geht es bei mir nicht. Bevor ich meine Zelte abbrechen konnte, brauchte ich (zumindest ein wenig) Sicherheit. Und die konnte ich mir in den vergangenen vier Jahren nebenberuflich mit diesem Blog, unserem BACKSTÜBCHEN, aufbauen.

In den vergangenen Jahren nämlich ist unsere Spielwiese hier stetig gewachsen (wie wunderbar!). Mit der Zahl der Aufrufe wuchs auch die Zahl der Anfragen und Aufträge. Irgendwann reichten dann auch die Wochenenden nicht mehr aus, um alles zu wuppen. Es war der allerletzte Schubs, den mein kullernder Stein benötigte, um ins Rollen zu geraten - über Höhen und Tiefen und vielen Serpentinen in ein neues Abenteuer.

Was das Jahr 2019 bringt?

Wir sind gespannt, neugierig und aufgeregt. Die Rezeptentwicklung, Fotografie und das Schreiben von Beiträgen für unseren Blog wird jedenfalls ein wichtiger Bestandteil bleiben - wenn auch nicht das einzige Vorhaben, das wir 2019 anpacken werden. Ohne zu viel zu verraten: Bald schon werden wir mit einer neuen Plattform live gehen, die mehr auf die Bereiche Fotografie und Storytelling zugeschnitten sein wird. Wir wollen endlich einen Newsletter starten, weiter wachsen und Food-Workshops organisieren. Wir wollen unsere Leidenschaft für gutes Essen noch mehr mit euch teilen, Kontakte knüpfen, neue Leute kennenlernen. Auch die Themen Nachhaltigkeit, bewusstere Ernährung und Achtsamkeit sollen künftig eine größere Rolle in unserem Leben spielen. Aus einem bestimmten Grund, über den wir an geeigneter Stelle erzählen möchten, müssen sie es sogar.

Keine Sorge: Auch weiterhin wird es hier zuckersüß und törtchenhaft weitergehen - nur eben facettenreicher. Mal hochkalorisch und sahnelastig, mal abgespeckter und gesünder - immer aber mit einem besonderen Augenmerk auf die verwendeten Produkte. Wo kommen sie her? Wie wurden sie produziert? Gibt es (gesündere und/oder sinnvolle) Alternativen?

Und so ist es nur konsequent, 2019 mit einem unserer Lieblingsrezepte zu starten, das wir zwar nicht als gesund, doch aber als weniger hochkalorisch bezeichnen können: Eine feine Galette mit Birnen und Mandelcreme. Statt mit Weizenmehl haben wir die Galette mit Dinkelmehl gebacken. Das Schöne daran: Da die Birnen an sich eine gute Süße mitbringen, kommt das Rezept mit relativ wenig zusätzlichen Süßungsmitteln aus. Statt weißem Zucker haben wir zudem Vollrohrzucker verwendet, der nicht raffiniert wird und eine schöne, karamellige Note mitbringt.

Die Galette mit Birnen und Mandelcreme ist eine nicht ganz so kalorienreiche Alternative zum klassischen Kuchen.

Birnen-Galette mit Mandelcreme

ERGIBT einen Kranz

Für den Teig:
260 g Dinkelmehl (Type 630)
3 EL (ca. 40 g) Vollrohrzucker
1 Prise Salz
130 g kalte Butter
4 bis 5 EL sehr kaltes Wasser

Für die Mandelcreme:
70 g Butter
120 g gemahlene Mandeln
1 1/2 EL (ca. 20 g) Vollrohrzucker

Für den Belag:
550 bis 600 g Birnen
Saft von 1/2 Bio-Zitrone
1/2 TL Zimt, gemahlen
1/2 TL Kardamom, gemahlen
1 EL Dinkelmehl
1 EL Vollrohrzucker

Außerdem:
1 Ei
1 EL Vollrohrzucker
1 Handvoll Mandeln, grob gehackt

ZUBEREITUNG

Für den Teig Mehl, Zucker und Salz vermengen. Die Butter in kleine Würfel schneiden und nur so lange mit den Händen vermengen, bis die Butterstücke erbsengroß sind. Wasser dazugeben und alles rasch zu einem Teig verkneten. Erscheint der Teig zu trocken, nach und nach noch etwas Wasser dazugeben. Den Teig rasch zu einer Kugel formen, mit der Handfläche zu einem dicken Fladen plattdrücken, in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Für die Mandelcreme die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Vom Herd nehmen, mit Mandeln und Zucker vermengen. Die Birnen waschen, trockentupfen, vierteln und entkernen. In feine Spalten schneiden und in einer Schüssel mit Zitronensaft, Zimt, Kardamom, Mehl und Zucker vermengen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ein paar Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 35 cm großen Kreis ausrollen. Teig auf einem leicht bemehlten Nudelholz vorsichtig aufrollen und über dem Backblech vorsichtig wieder abrollen. Den Teig mit der Mandelcreme bestreichen und mit den Birnenspalten belegen. Dabei rundherum einen etwa 3 bis 4 cm breiten Rand freilassen. Den Rand nun über die Birnen klappen und leicht andrücken. Das Ei verquirlen und mithilfe eines Backpinsels auf dem Rand verteilen. Für eine schöne Kruste den Rand mit Zucker bestreuen und zum Schluss grob gehackte Mandeln darauf verteilen.

Die Galette ca. 35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Am besten lauwarm, pur, mit Eis oder Joghurt genießen.

Ideal im Winter sind Galettes. Wie wäre es etwa mit Birnen und Mandelcreme?
Birnen passen ideal zu einer Galette
Lust auf ein Abwechslung auf dem Kuchentisch: Dann probiere doch diese Galette mit Birnen und Mandelcreme

Wir wünschen euch einen wunderbaren Freitag!

Habt es schön,
Eure Madeleine & Euer Flo.